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2012/05/14 von Philipp Zach

CORE Freestyle Camp Soma Bay

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Vom 02. bis zum 09. April fand in Soma Bay, Ägypten, das erste CORE Freestyle Camp statt. CORE Pro Philipp war als Coach dabei und berichtet aus der windigen Wüste.

 

Das CORE Freestyle Camp war das Erste seiner Art. Der Schwerpunkt lag auf „Freestyle“, frei ins Deutsche übersetzt „Freistil“ also. Und genau das haben wir Coaches uns auf die Fahne geschrieben: den individuellen Stil eines jeden Fahrers fördern und ihn so nach vorne bringen.

Ausgesucht haben wir uns dafür Ägypten, wohl einer der sandigsten Flecken der Erde. In der Soma Bay wird der Sand zum Staub. Der Spot am „7Bft Kitehouse“ ist eine wahre Kite-Oase mit feinstem Flachwasser und beständigem Wind. Perfekt für Freestyle-Begeisterte jeden Alters. Wir Coaches, Beany, René und ich, sahen uns mehr als Mentoren. wollten die Teilnehmer dabei unterstützen und bestmögliche Rahmenbedingungen bieten.

Der Weg vom Flughafen bis in die Soma Bay ist beeindruckend, vor allem wenn man ihn bei glühender Mittagssonne antritt. Eigentlich unvorstellbar, dass es in dieser lebensfeindlichen Zone Zivilisation gibt. Wenn man sich aber langsam der Bucht nähert, staunt man über den unglaublichen Kontrast, der einem im Flugzeug schon den Atem geraubt hatte. Dann trifft die eintönige Wüste auf das kristallklare, mit farbenfreudigem Riff durchzogenen Rote Meer.

Die Vorbereitungen begannen damit 35 Kites, 26 Bars und 25 High-End CARVED Boards fahrbereit zu machen. Ich hab diesmal ausschließlich meine eigenen Kites und Boards mitgenommen, wurde vom ägyptischen Zoll aber trotzdem wie ein Schmuggler behandelt. Das wir so einen riesigen Materialberg zur Verfügung hatten, kann also nur an der hohen Überredungskunst von Beany gelegen haben.

Wir sowie unsere Mitstreiter kamen für die kommende Woche im „The Breakers“ Hotel unter, das uns nach der Session mit Saunen, Pools, kulinarischen Köstlichkeiten und sogar Wein verwöhnte. Wobei man Letzteres in einem islamischen Land nicht erwarten würde.

Es konnte losgehen!

Wir begannen das Camp mit einem Meeting, in dem wir mit jedem der 18 Teilnehmer seine Ziele für die anstehenden sieben Tage besprachen. Kiteloops, Indy Glides und noch viel mehr Tricks standen auf dem Programm, so dass sich drei Teams unterschiedlicher Könnensstufen mit unterschiedlichen Zielen heraus bildeten, die dann jeweils einen Teamleader als Mentor, Motivator und Trainer zur Seite gestellt bekamen.

Als Jüngster im Team der Coaches krallte ich mir direkt die Young Guns, während Beany sich um das Coaching der Freestyle-Basics und Rene alle Variationen von Freestyle-Tricks an den Mann und die Frau brachte.

Da Kiten in keiner Weise eine Kraftsportart ist, sondern es stattdessen viel mehr auf die richtige Technik ankommt, haben wir besonderen Wert darauf gelegt, die Bewegungsabläufe vorher zu analysieren und sie uns gedanklich vorzustellen.

Der warme Wüstenwind wehte unermüdlich. Selbst wenn die Windvorhersage einmal nicht ganz so eintrat wie vorhergesagt, konnten wir mit unserem großen Materialpool dagegen steuern und selbst bei sechs Knoten Wind die flauen Sonnenstunden am Abend voll ausnutzen. 

Auf dem Wasser ließ die brennende Wüstensonne ganz besonders die junge Generation in Glanz erscheinen. Mit spielerischer Leichtigkeit wurden erste Versuche von Kiteloops und Handlepasses gemacht. Das war pure Motivation für ältere Mitstreiter, auch neue Tricks zu erlernen. Es gab so viele individuelle Lernerfolge, aber ganz besonders fasziniert hat mich Richard, der einfach nicht aufgab und am letzten Tag einen massiven Raley sprang!

Am letzten Abend war das Gelächter besonders groß. Die besten Crashes wurden wild gestikulierend vorgetragen und in Brainstorming-Runden wurde diskutiert, welcher Trick in der nächsten heimischen Session angegangen werden könnte. Das erste CORE Freestyle Camp war ein voller Erfolg. Trick-Anstöße wurden geliefert und Lernmethoden vermittelt. Ein nächstes Mal wird es bestimmt geben. Bis bald also.

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