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2012/04/25 von CORE Kiteboarding

Der neue CORE RIPPER - Interview mit Rob Kidnie

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Rob ist mit dem Rest des CORE Teams zum finalen Test des Rippers nach Maui geflogen. Kaum einer hat das neue Waveboard von CORE intensiver getestet. Im Interview erklärt der australische Wave-Spezialist die Auswirkungen verschiedener Finnen-Größen, verrät sein persönliches Wachs-Rezept und beantwortet die Fragen aller Fragen: mit oder ohne Schlaufen?

Hi Rob, gleich zu Beginn: Was gefällt dir am Ripper am besten??

Die Art und Weise, wie es sich in Kabbelwasser mit viel Power im Schirm verhält. Wegen des sanften Rockers gepaart mit den soften Rails, die zum Tail hin auf Höhe der Finnen in eckige Kanten übergehen, fühlt sich jeder Turn super geil an.

Außerdem ist die Sandwich Konstruktion sehr stabil, sogar für Sprünge! Normalerweise ist es so, dass ein normales Surfboard, mit dem ich das erste Mal herausgehe, zu aller erst eine dicke Delle von der Hacke meines vorderen Fußes bekommt. Den Ripper fahr ich nun schon mehr als einen Monat und er hat noch keine einzige drin. Der Ripper wird einem lange Freude bereiten!

Zum finalen Test und zum Photoshooting des Rippers ging es nach Maui. Wie war es dort?

Großartig! Maui ist ein überwältigend schöner Ort! Ein 3000 Meter Vulkan windet sich aus dem türkisblauen Wasser des Pazifiks heraus und ist dann voll mit saftig grüner Vegetation. Man fühlt sich ein bisschen so, als ob man am Set von Jurassic Park ist.

eder dort lebt den Lifestyle des Auf-dem-Wasser-seins. Und es ist schließlich auch die Heimat von hardcore Watermen wie Laird Hamilton.

Maui selber ist aber auch ziemlich hardcore. Ich unterrichte jetzt schon seit Jahren als Kitelehrer und dort haben wir genau all das gemacht, wovon ich den Schülern sonst ab rate, z.B. an winzigen, steinigen Stränden in extrem böigem Cross-Offshore-Wind den Kite zu starten. Die Riffe leisten ihren Beitrag dazu, es noch etwas ungemütlicher zu machen.

Sobald die Wellen über kopfhoch sind, wird die See zudem etwas buckelig. Zum Glück schneidet der Ripper butterweich durch den Kabbel.

Was war deine beste Session da drüben?

Als wir das erste Mal in Lanes und Hookipa geshootet haben hatte ich das, was ich „Kodak Courage“ nenne, also der Mut, der in einem erwächst, wenn eine Kamera auf einen zeigt. Wir hatten etwa 30 Knoten Wind von rechts mit überkopfgroßen, etwas buckeligen Wellen, und ich war einfach nur glücklich, meinen Lebenstraum zu verwirklichen und in Hookipa kiten zu können. Schon als Kind hatte ich Bilder von hawaiianischen Wellen an den Wänden meines Schlafzimmers.

Der Wind hörte niemals auf zu wehen, es war gar nicht zu glauben! Der einzige Nachteil war, dass man in Hookipa nicht vor 11 Uhr und nur, wenn nicht mehr als 5 Windsurfer draußen waren kiten durfte. Jedoch liegt Lanes nur ein paar hundert Meter weiter Downwind, wo die Wellen dann etwas weniger glatt gebügelt sind.

Fährst du solche Wellen mit oder ohne Schlaufen?

Normalerweise fahr ich ohne Schlaufen, weil ich meine Füße gern auf dem Brett hin- und herbewegen mag. Mit ihnen fühl ich mich dann immer etwas eingeschränkt, besonders in kleinen Wellen oder bei wenig Wind.

Wenn man strapless fährt, muss man viel präziser sein, während einem mit Schlaufen viele dumme Fehler leicht verziehen werden. Wenn man aber auf die Aerial-Moves schaut, die Wellenreiter mittlerweile machen, dann ist klar, dass man Schlaufen bei entsprechenden Skills nicht unbedingt braucht.

Mit Schlaufen fahre ich gerne in großen Wellen, besonders mit meiner Rückhand vorne, weil man dann einfach noch viel aggressiver fahren kann.

Wie stimmst du dein Brett auf jeden der Fahrstile ab?

Wenn ich strapless fahre (oder Wellenreiten gehe), reib ich vor jedes Session immer ein bisschen neues Wachs aufs Deck. Wenn das Brett neu ist, nehm ich zunächst immer ein bisschen Base-Coat-Wachs, dass etwas härter ist. Danach folgt dann noch eine Lage Top-Coat aus normalem Wachs, das auf die jeweilige Wassertemperatur abgestimmt ist.

Wenn ich es dann wirklich ernst meine, gehe ich auch nochmal mit dem rauen Ende des Wachskamms drüber, so dass kleine, klebrige Hügelchen aus Wachs entstehen, an denen die Füße richtig fest kleben.

Wenn ich Schlaufen benutzte, setze ich die vorderste Schlaufe ziemlich weit nach vorne, meistens in die zweit weiteste Position, die möglich ist. Die hintere Schlaufe stelle ich so ein, dass der hintere Fuß genau über der mittleren Finne steht.

Dann, nach der ersten Session, stelle ich sie mir etwas genauer ein. Wenn ich mit der Nose ziemlich viel eingetaucht bin, kommt der vordere Fuß etwas zurück. Wenn ich dagegen ziemlich Heck-lastig gefahren bin, kommt der hintere Fuß um eine Schraubenposition weiter nach vorne. Meistens fahren die meisten Leute, die gerade frisch auf Waveboards umgesattelt haben mit zu viel Gewicht auf dem Tail.

Was sagst du zum Thruster-Setup mit den 3 Finnen im M5 Stil?

Der Thruster ist ein seit über 30 Jahren in der Surfwelt erprobtes und fest etabliertes Finnensystem. Es hat viel Vortrieb/Drive nach vorn und ist deswegen das Beste für große, harte Bottom Turns. Die Finnen sind im FCS-Stil gehalten, haben jedoch eine dickere Basis, die sie steifer und stabiler machen, passend für das Wellenreiten mit dem Kite. Trotzdem kann man sie immer mit regulären FCS Finnen austauschen.

Wechselst du deine Finnen häufig?

Wenn ich echt viel Druck im Schirm habe, benutze ich meistens größere Finnen in meinen Boards - so etwas wie eine FCS G7 oder G-AM. Die benutze ich meistens, sobald die Wellen über kopfhoch sind und der Wind mit mehr als 20 Knoten bläst.

Wenn der Wind etwas leichter und die Wellen kleiner sind, wechsle ich auf kleine oder mittlere Finnen, wie G3‘s oder G5‘s. Mit kleineren Finnen kann man das Tail leichter ausbrechen lassen und mehr sliden, etwas, was man in größeren Wellen sowieso weniger macht.

Ich will euch wirklich empfehlen mit verschiedenen Finnengrößen herrum zu probieren, weil schon die kleinste Veränderung in Shape und Größe der Finnen sich darauf auswirken kann, wie sich dein Brett verhält. Die richtige Finnengröße hängt auch stark vom eigenen Fahrstil ab, so dass im Endeffekt auch dein persönlichen Geschmack eine große Rolle spielt.

Ich selbst verreise immer mit einem Set kleiner, mittlerer und großer Finnen.

Die meisten besseren Surfshops haben aber Testfinnen vor Ort, die man dann einige Tage ausprobieren kann, weil das Angebot einfach riesig ist... es gibt Finnen aus Plastik, Fiberglass, Carbon und natürlich auch viele, viele bunte Farben, um dem eigenen Brett eine ganz individuelle Note zu verpassen.

Rob, Danke für das Interview!


 

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