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2011/12/02 von Marilou Lavallée

Marilou Nº 2: "CORE get together"

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Marilou ist mit ihrer Energie, ihrer Begeisterung und ihrer Lebenslust der Wirbelwind des Teams. Sie ist jederzeit bereit Neues auszuprobieren und neue Richtungen einzuschlagen. Ihre positive Grundeinstellung hält sie geerdet und die Leute um sie herum scheinen das zu spüren und anscheinend auch zu mögen - so wie wir. Oder aber es sind die kleinen grünen Augen oder das riesengroße Lächeln, das sie verzaubert. Das ist der Grund, warum dieser Blog 100% Marilou gehört.

Bevor ich diese Zeilen geschrieben habe und selbst noch bevor ich die Geschichte überhaupt erst erlebt habe, hab ich gedacht, dass ich schon wüsste, was dabei herauskommt... was für ein Fehler!

Nachdem ich einen Monat in Cumbuco und Umgebung verbracht hatte, war es an der Zeit, dass die Jungs und ich uns mal wieder treffen. Beany und Tim kamen gerade aus der europäischen Kälte, Philipp und Chris waren dabei in Alltagstrott zu verfallen (sich um ihre Freundinnen kümmern und, in Chris Fall, auch um ein Neugeborenes) und ich war dabei mich von meinen Freundinnen zu verabschieden.

JETZT war es an der Zeit für einen neuen Abschnitt! Nichts allzu Großes, da waren wir uns einig: ein einfacher Trip, Kiten und Zeit das Zusammenkommen zu feiern. Das alles klang super toll, aber um ehrlich zu sein, ein bisschen mulmig war mir schon. Auch wenn ich definitiv bereit dafür war, fragte sich ein Teil von mir, wie es wohl ausgehen würde.

Die letzten Erinnerungen an unsere Erlebnisse während der Dreharbeiten für unsere „CORE Diaries“ sind zwar großartig, aber zum Teil auch wahnsinnig. Mit 8-10 Jungs in einem Appartment zu leben, die jeden Abend feiern oder einfach in den Tag hinein leben und dabei vergessen, dass zumindest ein Minimum an Reinlichkeit jedem hilft ist zwar OK für eine Woche oder so, aber für ein oder zwei Monate ist es eine lange, herausfordernde Zeit.
Wenn man morgens Urin auf seiner Hose findet und zu aller erst die Jungs anschreit, zeigt das glaube ich so ziemlich alles! (Sie versicherten mir letztendlich, dass es die Katze war...)

Unsere Erlebnisse fangen schon in der heimeligen, familiären Pousada „Tropical Winds“ bei Manni, dem Eigentümer, an. Er kümmerte sich um uns alle mit all seiner Wärme und Großherzigkeit. So hat er uns zum Beispiel seinen ganz speziellen, 200% reinen grünen Saft aus Weizen, Ingwer, Zitrone und etwas Kartoffelartigem gemacht und uns viele Ratschläge voller Lebenserfahrung mit auf den Weg gegeben.

Vielen Dank dafür Manni, wir rechnen dir das alle hoch an!

Bevor es aber losgehen sollte, wollten wir noch etwas schwimmen gehen. Weil das Packen bei 35° und mehr schon eine Mission an sich ist, brauchten wir alle eine Abkühlung. Natürlich gibt es bei einem Namen wie CORE nichts wie „einfach nur schwimmen“, also alberten wir rum und probierten die verrücktesten Pyramiden und sonstige Verrenkungen im Wasser. Nachdem wir uns fast ein paar Mal die Köpfe am Zement aufgeschlagen hatten, haben wir besser aufgehört und unsere Fahrt nach Norden begonnen.

Das Leben war jetzt schon sehr gut zu mir: mein Kopf war nicht von den Spielereien im Pool zerborsten und ich wurde auserkoren die vierstündige Autofahrt mit Chris zu verbringen. Wie sich später aber herausstellte, war es mehr eine 7 - stündige Autofahrt... Aber wie ich schon sagte, war der Rest für mich einfach nur spaßig und ungefährlich, da ich Chris Fahrkünste sehr schätze. 

Nicht, dass die anderen wie besengte Säue fahren würden, aber nur als Beispiel: 5 Minuten nachdem wir losgefahren sind hat das erste Auto (geführt vom teuflischen Duo Tim und Philipp) bereits sein Dach verloren! Es ist für mich immer noch ein Rätsel wie sie das geschafft haben, aber was soll man machen?

Nachdem wir nach weiteren Anekdoten, die es eigentlich wert sind erzählt zu werden, schließlich angekommen waren, gab es ein kleines „Missverständnis“ und unsere reservierten Zimmer standen scheinbar erst für den nächsten Tag bereit. Für uns gab es weder Zimmer noch Betten. Da wir alle schon etwas fertig waren, wollten wir nicht nochmal für eine weitere Stunde fahren, um den nächsten Ort zu erreichen. Für uns schien Campen als die beste Option. Also fingen die Angestellten an überall Hängematten aufzuhängen. Während die Jungs dann draußen unter den Sternen (und bei den Mosquitos) schliefen, schlief ich drinnen in einer sehr bequemen Hängematte. Sie war so bequem, dass ich, selbst als Zimmer wieder verfügbar waren, immer noch darin schlief.

Am nächsten Tag legten wir schon kurz nach Sonnenaufgang mit dem Kiten los. Am Nachmittag ruhten wir uns dann etwas aus, um am Abend erneut eine feine Session im Sonnenuntergang zu haben. Eine Sandbank und der Wind kamen zum perfekten Flachwasser zusammen, so dass jeder massig Platz und Zeit hatte, um seine Lieblingstricks aufs Wasser zu zaubern. Ich würde sagen, dass wir fast noch mehr Spaß am Rumprobieren hatten, als am Freestyle selber, denn bei 6 Leuten hatte fast immer jemand eine Idee, was man denn als nächstes ausprobieren könnte.

Es stellte sich heraus, dass nichts so kam, wie ich es vorhergesehen hatte. Wieder einmal ein Beweis dafür, dass man, egal was man im Leben erwartet, es einfach auf sich zukommen lassen muss. Man kann zwar den Lauf der Dinge steuern, aber die wahre Magie passiert erst, wenn man loslässt und so offen wie möglich ist. Hab ich schon erwähnt, dass ich tolle Meditations-Sessions mit Beany hatte, wir intensive Gespräche führten und so viel zum Lachen hatten. Dieses „CORE get together“ war wieder einmal ein ganz besonderer Moment.

Ich danke allen: Freunden, Fahrern ;-), Pousada Besitzern (einige eilten wie verrückt, um uns bei Tag und Nacht eine beachtliche Menge an Verpflegung bereit zu stellen) und abermals: ich bin sehr froh und glücklich, dass ich diese wahnsinnig tollen Momente aus zauberhaftem Kiten und Ruhe erleben durfte. Jetzt heißt es Abschied nehmen von Beany und Tim, für die die nächste Reise bereits bevor steht und auch ich werd bald Brasilien verlassen und mich von Bernie, Chris und Philipp verabschieden müssen. Bis zu unserem nächsten „Rendenz-vous“.Danke!

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