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2012/02/03 von CORE Kiteboarding

Von der Leine

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Das Internet ist eine Fundgrube für eine Vielzahl von Actionsport-Videos. Das Werk von zwei Kite-verrückten Berlinern hebt sich ganz klar von der Masse ab. Im Gespräch berichten Patrick Westphal und Sebastian Timm über Alltagsflucht und eine Bikini-Szene im Winter.

 


CN: Hallo Patrick, Hallo Sebastian! Wir sind begeistert von eurem Film, weil er nicht nur Kite-Aufnahmen zeigt, sondern auch eine Geschichte erzählt. Um was geht es in eurem Film genau? 

Patrick: Ein trauriger, unglücklicher Berliner Bär hat einen dämlichen Job. Er steht Tag für Tag am Alexanderplatz, macht Werbung, schwitzt und wird auch noch ausgelacht. Aber er macht es trotzdem. Eines morgens verschläft er und obwohl er zur Arbeit rennt so schnell er nur kann, wird er gefeuert. Als er sich traurig und verzweifelt auf den Heimweg macht, entdeckt er eine CORE Kiteboarding Werbetafel. Inspiriert dadurch setzt sich der Bär auf sein Moped und macht sich auf den Weg zur Ostsee, wo er auf dem Wasser die Alltagssorgen wegrockt. Zum Schluss streift er seine alte Haut (sein Bärenkostüm) ab und geht mit zwei Bikinimädels einer besseren Zukunft entgegen.

CN: Wie kamt ihr auf die Idee und was wollt ihr damit erzählen?

Sebastian: Zu allererst wollten wir zusammen Kite-Videos machen. So setzten wir uns an einem grauen Berliner Sonntagnachmittag zusammen und überlegten: Die Geschichte sollte lustig sein, aber auch unsere Faszination und Leidenschaft für den Sport zeigen. Inklusive aller Dinge, die einen ständig davon abhalten können, wie Arbeit und Alltag. Was gibt es also Schöneres, als sich an einem Freitagabend endlich ins Auto zu setzen, zur Ostsee zu fahren, alles hinter sich zu lassen und endlich auf dem Wasser zu rocken! Wichtig war uns zu zeigen, dass man speziell in stressigen Zeiten das Kiten niemals vergessen sollte. Irgendwann kam dann Patrick die Idee mit dem Bären, den wir bei ebay entdeckten und sofort ersteigerten. Von da an konnten wir es kaum erwarten, den Bären auf dem Wasser zu sehen. 

CN: Dass ein Teil in Berlin spielt, ist durch die Bilder vom Alexanderplatz sicher für die meisten ersichtlich. Wo aber entstanden die Kite-Aufnahmen? 

Sebastian: Genau, zuerst haben wir Anfang Juni in Berlin gedreht. Es waren über 30 Grad und so hatte Patrick im Bärenkostüm einen wirklich heißen Tag.

Patrick: Die Kite-Aufnahmen sind dann im Juli in Mönchgut auf Rügen in der Nähe von Thiessow entstanden. Nach dem Dreh mit dem Kostüm hatten wir dann auch noch eine richtig gute Session auf dem Wasser. Wir hatten aber ein Problem: Dort gab es zwar einen einsamen und perfekten Flachwasserspot, aber keine Mädels für die Schluss-Szene. Da Sebastian wegen einer Motorradtour nach Marokko im Sommer keine Zeit mehr hatte und ich im Schulstress steckte, konnten wir die Schluss-Szene erst im November drehen. Also hab ich an einem sonnigen Tag zwei Freundinnen angerufen und ein paar Stunden später hatten wir die letzten Szenen am Berliner Müggelsee im Kasten. Obwohl es schon sehr kalt war, waren die Mädels ziemlich tapfer und haben bis zum Schluss durchgehalten. 

CN: Wie kitet es sich denn so im Kostüm?

Patrick: Ziemlich heftig. Von Anfang an war klar, dass sich das Kostüm bei einem Sturz wie ein Schwamm vollsaugen würde. So kam es dann auch. Ich fuhr plötzlich mit gefühlten 20 Kilogramm mehr durch die Gegend. Das Problematischste aber war die eingeschränkte Sicht, deswegen musste ich mich ziemlich zurückhalten. Aber der Spaßfaktor war riesig und wir hatten bald ziemlich viele Zuschauer am Strand. Es war bestimmt nicht das letzte mal, dass man Bären auf dem Wasser sieht. 

CN: Das Video ist wirklich sehr professionell gemacht. Habt ihr euch die Film- und Schnitt-Fähigkeiten selbst beigebracht oder gab es speziell bei Schnitt und Nachbearbeitung Unterstützung von außen? 

Sebastian: Nein, es gab keine Unterstützung von außen. Ich bin seit Jahren Cutter und habe eine eigene Schnittfirma, in der wir seit Jahren Trailer fürs Fernsehen produzieren.

Als Patrick und ich uns kennenlernten, hatte er sich schon viel Wissen angeeignet und so war uns schnell klar, dass wir unsere Ideen zusammen umsetzen wollten.

CN: Danke für das Interview.

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